Kennst du das Itty Bitty Shitty Committee?

Im letzten Beitrag auf meinem Instagram-Kanal habe ich über eines meiner Lieblingsmottos in der letzten Zeit geschrieben: Messy Action. Darüber, dass du einfach auch mal das tust, wonach du dich sehnst, ohne dich in zig Grübeleien über die möglichen Konsequenzen zu verlieren. Darüber, dass du es versuchst, auch wenn du glaubst, der richtige Moment ist noch nicht da, oder dass du noch nicht soweit bist. Darüber, dass es nicht perfekt sein muss, denn Perfektion ist langweilig.

Was hat das Itty Bitty Shitty Committee damit zu tun?

Zugegeben. Es hört sich ja auf den ersten Blick ganz nett, ja fast sogar niedlich an. Aber vom Itty Bitty Shitty Committee (meine Abkürzung dafür: IBSC) spreche ich, wenn ich die schlimmste Ausprägung meines inneren Kritikers meine. Nagende Zweifel, die sich nicht nur nicht schönreden oder einfach ignorieren lassen. Zweifel, die als absolut begründet empfunden werden, obwohl sie nichts, aber auch gar nichts mit der Realität zu tun haben. Diese Art des inneren Kritikers ist radikal. Diese Art ist nicht nur ein Nörgler, der mal rumjammert und dich verunsichert. Diese Art ist gewaltig und haut dich mit der Wucht ihrer negativen Gedanken einfach um.

Kennst du das? Wenn diese negativen und abwertenden Gedanken und Gefühle dich richtig sabotieren und vom Tun abhalten? Sie hindern dich nicht nur daran, das zu tun, wonach du dich sehnst oder das Leben zu führen, das du führen möchtest. Sie mindern dein Selbstwertgefühl. Und das ist das Schlimmste. Und meistens kommen sie in dem Augenblick, in dem du am wenigsten damit rechnest.

Es kommt und es geht

Machen wir uns nichts vor. Es ist Tatsache, dass es immer mal wieder Tage geben wird, an denen du das Gefühl hast, die Welt erobern zu können. Und es wird auch ab und an Tage oder Momente geben, an denen du eben vermeintlich glaubst, dass es sich ehe nicht lohnt, dass es ehe nicht klappt, dass andere besser sind, dass du nicht gut genug dafür bist, dass ……
Und so kann die Aufzählung weiter gehen. Denn dann ist das Itty Bitty Shitty Committee wieder da und flüstert dir all diese Gedanken ein. Das Gute daran: Es geht vorüber.

Das IBSC mag keine Veränderungen. Es hat Angst vor dem Unbekannten. Das ist normal. Ich halte nichts von Ansätzen, die sagen, dass man den inneren Kritiker (in meiner Sprache das IBSC) ganz überwinden und loswerden soll. Es ist sozusagen ein eingeübtes Schutzprogramm. Auch, wenn es sich nicht so äußert, wie du es gerne hättest. Trotzdem macht es dir das Leben schwer und ich möchte dir meine fünf bewährten Tipps zeigen, wie ich mit meinem Itty Shitty Bitty Committee umgehe.

 

Meine fünf Tipps, wie du dein Itty Bitty Shitty Committee im Zaum hältst

Du sitzt am Steuer, mein(e) Liebe(r).

  1. Vergib deinem inneren Kritiker einen eigenen Namen. Egal welchen. Du weißt dann ganz genau, von wem die Rede ist, wenn er oder sie sich erneut anschleicht und dir das Leben schwer machen möchte. Bei mir funktioniert das Itty Bitty Shitty Committee deshalb so gut, weil ich durch den fast schon süß klingenden Namen einfach den Druck und die Wucht automatisch rausnehme, wenn die innere Stimme aufkommt.
  1. Sprich mit deinem Itty Bitty Shitty Committee und danke ihm, dass es sich um dich kümmern und auf dich aufpassen möchte. Höre die Stimme an. Aber sage dann freundlich und bestimmt: „Hey, da wo ich hin möchte, wird es viel besser sein. Dass, was dort auf mich wartet, macht mich glücklich und zufrieden“. Das Itty Bitty Shitty Committee möchte gehört werden. Aber dann muss es auch dir zuhören und lernen, sich auch einfach mal vom Acker zu machen 😉
  1. Freunde dich mit dem Motto Messy Action an. Und dann freundet sich auch das Itty Bitty Shitty Committee damit an. Du weißt ganz genau, was du willst, aber deine inneren Ängste und Unsicherheiten halten dich davon ab. Wenn du es dann aber doch einfach tust, fühlt sich das so gut an! Denn du hast deinem Itty Bitty Shitty Committee die Stirn geboten. Schaue gerne bei diesem Beitrag vorbei, denn hier habe ich ausführlicher über das Konzept Messy Action geschrieben.
  1. Nutze einen richtig guten Tag, an dem spürst, dass dich nichts aufhalten kann. Schreibe an diesem Tag auf, wieso du tun willst, was du tun willst, wieso DU zählst und wieso du WICHTIG und GUT GENUG bist. Und, wenn das Itty Bitty Shitty Committee dann doch mal wieder ums Eck kommt – hast du etwas dagegen zu halten.
  1. Was für mich persönlich am langfristigsten wirkt: Bewegung. Denn sie macht mich achtsamer. Und wenn ich achtsam bin, kann ich der Falle des IBSC viel besser entgehen. Ich erkenne nämlich viel früher, wann sich wieder diese nagenden Zweifel anbahnen. Ich spüre viel besser, ob die Zweifel begründet sind und ob an ihnen überhaupt nur ein Fünkchen Wahrheit dran ist. Ich fühle mich viel stärker, denn ich habe eine mentale und körperliche Stärke entwickelt, die mich trägt, mir einen Halt gibt und mir hilft, auf dem richtigen Kurs zu bleiben. Deswegen ist Pilates für mich eine ganzheitliche Methode. Sie verändert nicht nur den Körper, sondern vor allem den Geist. Zuerst übernimmst du Kontrolle über die einzelnen Bewegungen und Übungen. Anschließend lernst du, deinen Körper mit deinem Geist zu verbinden. Du wirst dir extrem über deinen Körper bewusst. Und über deinen Geist und deine Gedanken. Meine Superpower gegen das Itty Bitty Shitty Committee ist insbesondere Pilates. Es hat mich körperliche Stärke gelehrt, die sich dann in mentale Stärke übertragen hat. Wenn ich dann doch ab und an merke, dass die Zweifel in meinem Kopf zu laut werden, gehe ich also zum Beispiel auf die Matte 😉

Hast du auch einen Namen für deinen inneren Kritiker? Und was ist deine Superpower, die dir hilft, mit dieser unangenehmen Stimme umzugehen? Teile es gerne im Kommentar oder schreibe mir direkt. Ich freue mich darauf, von dir zu hören und zu lesen.

Und ich wünsche dir viel Erfolg dabei, dein persönliches Itty Bitty Shitty Committee im Zaum zu halten!

Deine Natalia 😘

 

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