Klassisches Pilates
Pilates wird heute in vielen unterschiedlichen Formen angeboten. Gerade durch den aktuellen Reformer-Pilates-Hype ist die Methode für viele Menschen sichtbarer geworden – und das ist grundsätzlich schön. Gleichzeitig lohnt sich ein genauer Blick, denn Pilates ist kein geschützter Begriff. Nicht überall, wo Pilates draufsteht, ist auch Pilates im ursprünglichen Sinn drin.
Klassisches Pilates ist weit mehr als ein Workout auf der Matte oder am Gerät. Es ist kein Bauch-Beine-Po-Training, kein reines Fitnesstraining und auch nicht einfach „Training am Reformer“. Der Reformer ist ein wunderbares Pilates-Gerät – aber er ist nur ein Teil eines umfassenden Systems.
Die Original-Methode nach Joseph H. Pilates verbindet Matte und Geräte zu einem intelligenten, präzise aufgebauten Training. Im Mittelpunkt stehen kontrollierte Bewegungen, bewusste Atmung, Konzentration, Zentrierung, Bewegungsfluss und Präzision.
Erst die Art, wie eine Übung ausgeführt wird, macht sie zu Pilates.
In meinem Unterricht orientiere ich mich an der klassischen Pilates-Methode, in der ich ausgebildet wurde. Sie fordert und stärkt den Körper als Ganzes und bringt gleichzeitig den Geist zur Ruhe. Pilates trainiert nicht nur einzelne Muskelgruppen, sondern die Verbindung von Kraft, Beweglichkeit, Haltung, Koordination und Körperbewusstsein.
Für mich ist klassisches Pilates deshalb keine kurzfristige Fitnessrichtung, sondern eine tiefgehende Methode, die dich Schritt für Schritt in deinem Körper stärkt, aufrichtet und wieder mehr mit dir selbst verbindet.
Die sechs grundlegenden Pilates-Prinzipien bilden dabei die Basis:
Kontrolle
Konzentration
Bewegungsfluss
Zentrierung
Präzision
Atmung
Sie machen aus Bewegung bewusstes Training und aus Training eine Methode, die weit über die Stunde hinaus wirken kann.
